CDU Werther

CDU ist für Bau der Leitstelle und für Vernetzung

Henrika Küppers und Dr. Heinz-Josef Sökeland schauen auf der Karte nach, mit welchen Nachbarkreisen Kooperationen möglich sind.Henrika Küppers und Dr. Heinz-Josef Sökeland schauen auf der Karte nach, mit welchen Nachbarkreisen Kooperationen möglich sind.

Die CDU-Fraktion im Gütersloher Kreistag wird sich im Kreisausschuss am kommenden Montag für den Bau einer neuen Kreisleitstelle am neuen Feuerwehr- und Rettungsdienstzentrum in Verl-Sürenheide aussprechen. Das haben die Fraktionsvorsitzende Henrika Küppers und der Vorsitzende des Kreis Gesundheitsausschusses Dr. Heinz-Josef Sökeland in einem Pressegespräch mitgeteilt.

In einem Antrag vom Januar hatte die CDU vorgeschlagen, die Bau- und Planungsmaßnahmen für das Leitstellenmodul bis zur Klärung der Risiken und der politischen Entscheidungen pausieren zu lassen. Grund war das finanzielle Risiko von rund zwölf Millionen Euro, das mit dem Bau verbunden ist, vor dem Hintergrund unklarer Rahmenbedingungen. Diesen Antrag will die CDU aufgrund neuer Informationen nun zurückziehen. Notwendig geworden ist der Bau einer neuen Leitstelle, weil die alte Kreisleitstelle am Marktplatz in Gütersloh zu klein geworden ist.

„Bei der Landesregierung gibt es Planungen für größere Leitstellen als die jetzigen“, erklärt Dr. Sökeland. „Demnach würde es nur noch eine Leitstelle pro eine Million Einwohner geben. Ob und wann diese Planungen umgesetzt werden, ist allerdings unklar und wir haben auch auf Nachfrage keine klare Aussage aus Düsseldorf dazu bekommen.“ Die CDU hatte daher die Gefahr gesehen, dass man unnötig in eine neue Leitstelle nur für den Kreis Gütersloh investiert. „Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage der Kommunen war es uns wichtig, dieses Risiko zu thematisieren und einmal innezuhalten und die Rahmenbedingungen zu prüfen“, sagt Küppers. Nun gibt es jedoch Informationen, nach denen die CDU-Fraktion dem zeitnahen Bau der Leitstelle zustimmen wird.

„Unsere beiden Nachbarn, der Kreis Paderborn und die Stadt Bielefeld, bauen ebenfalls neue Leitstellen. Es ist nicht davon auszugehen, dass uns die Landesregierung, die von den Bauvorhaben weiß, am Ende nutzlos damit dastehen lässt“, so Dr. Sökeland. „Außerdem haben wir das Signal von NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bekommen, dass eine Lösung für die Nutzung der Leitstellen gefunden wird, wenn sie erstmal gebaut sind. Daher werden wir im Kreisausschuss am Montag den Antrag stellen, dass sich die Verwaltung um Vernetzungen und Kooperationen mit benachbarten Kreisen bemüht. Immerhin grenzt der Kreis Gütersloh an sechs andere Kreise und die Stadt Bielefeld.“ In der derzeitigen geopolitischen Krisenlage sieht die CDU Vorteile in kleineren vernetzten Leitstellen. Darüber hinaus seien von den Kooperationen auch Spareffekte zu erwarten. „Am wichtigsten ist uns aber die Sicherheit der Bevölkerung“, sagt Küppers. „Wir stimmen dem Bau zu, weil wir in dem Kooperationsmodell eine gute Lösung für ein optimales Sicherheitsniveau für unsere Bürgerinnen und Bürger sehen.“ Foto: Henrika Küppers und Dr. Heinz-Josef Sökeland schauen auf der Karte nach, mit welchen Nachbarkreisen Kooperationen möglich sind.