Dr. Michael Brinkmeier verzichtet auf weitere Kandidatur für den Landtag

Dr. Michael Brinkmeier
Dr. Michael Brinkmeier

Auf der geschäftsführenden Kreisvorstandssitzung am 18. März erklärte Dr. Michael Brinkmeier überraschend, dass er für eine erneute Kandidatur nicht zur Verfügung steht.

Die Erklärung von Dr. Michael Brinkmeier zur vorgezogenen NRW-Landtagswahl

"Für uns alle war die plötzliche Auflösung des Landtages am letzten Mittwoch mit Neuwahlen im Mai 2012 eine große Überraschung. Über die umfangreiche Unterstützung für eine erneute Landtagskandidatur, die mir in den Tagen danach zuteil wurde, habe ich mich sehr gefreut; dafür danke ich allen, die mir Ihr Vertrauen und ihre Unterstützung auch für die nächsten fünf Jahre versichert haben.

Die Arbeit der zurückliegenden zwölf Jahre als Landtagsabgeordneter war stets intensiv, spannend und herausfordernd, sie hat mir sehr viel Freude bereitet und ich konnte - so denke ich - etliches Positives und Innovatives hier in der Region und auf Landesebene bewegen und mitgestalten. Es war mir stets bewusst, welche besondere Ehre es ist, als Teil eines Verfassungsorgans dem Land Nordrhein-Westfalen dienen und mich für die Menschen in der Heimat einsetzen zu dürfen. Hierfür möchte ich allen, die mich gewählt, unterstützt oder mit mir zusammengearbeitet haben, recht herzlich danken. Dies war und ist ein herausragender Lebensabschnitt, der mir sehr viel bedeutet und den ich nicht missen möchte.

Für unser Land erfolgsentscheidend ist das Thema Know-How-Austausch zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik: Nur wenn Politiker genau wissen, wie jeweils „auf der anderen Seite“ gedacht, gehandelt und entschieden wird, können politische Themen sachgerecht aufbereitet und umgesetzt werden.

Dies war für mich stets Leitlinie und Triebfeder meiner politischen Arbeit. Ich war immer und bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass vor allem im Wechsel zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die größten Chancen für alle Seiten und für unser Land liegen.

Dies war mein größter Beweggrund, als ich im Jahr 2000 aus Wissenschaft und Wirtschaft kommend in die Landespolitik „eingestiegen“ bin. Und schon damals habe ich stets betont, dass ich dieses Amt nicht bis zum Ruhestand ausüben möchte.

Nach diesen zwölf Jahren als Landtagsabgeordneter ist für mich nun der Zeitpunkt gekommen, mich wieder auf der Seite von Wirtschaft und Wissenschaft für unser Land zu engagieren und es nach vorne zu bringen.

Darum habe ich mich in enger Übereinstimmung mit meiner Familie und sicher nicht leichten Herzens dazu entschlossen, für den neuen Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen nicht mehr zu kandidieren, sondern demnächst eine interessante Aufgabe im Bereich Wissenschaft oder Wirtschaft zu übernehmen. Wohin genau mich mein weiterer Weg führen wird, kann ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Was ich aber sagen kann, ist: Es wird sicherlich wieder eine Tätigkeit sein, bei der ich etwas für unser Land und seine Menschen bewegen kann.

Mein herzlicher Dank gilt meiner politischen Heimat, der Christlich Demokratischen Union, ihren Verbänden und Gremien, in denen ich tätig gewesen bin, aber vor allem den Mitgliedern, die mir in diesen Jahren so treu zur Seite standen.

Auch wenn ich selbst jetzt ins Glied zurücktreten werde: Ich bin und bleibe ein politischer Mensch und werde auch in Zukunft in meiner Partei, der CDU, aktiv sein. Selbstverständlich werde ich im jetzt anstehenden Wahlkampf meine Nachfolgerin oder meinen Nachfolger umfassend unterstützen und dafür kämpfen, dass die CDU deutlich gestärkt aus der bevorstehenden Landtagswahl hervorgeht."

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