CDA und MIT: Der Arbeitnehmer im Focus des Mittelstandes

v. l. Bernd Tischler, Hartmut Schauerte, Ralph Brinkhaus MdB, Dr. Ralf Brauksiepe MdB, Detlev Kroos
v. l. Bernd Tischler, Hartmut Schauerte, Ralph Brinkhaus MdB, Dr. Ralf Brauksiepe MdB, Detlev Kroos

Kreis Gütersloh. Auf Einladung der Gütersloher CDA und MIT Kreisverbände diskutierten der CDA-Landesvorsitzende Dr. Ralf Brauksiepe MdB und der MIT-Landesvorsitzende Hartmut Schauerte unter der Moderation von Ralph Brinkhaus MdB über die arbeitsmarktpolitischen Themen „tariforientierte Lohnuntergrenze“, „befristete Beschäftigungsverhältnisse“ und „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“.

 

Die CDU hatte auf ihrem letzten Bundesparteitag im November 2011 zu diesen Themen wegweisende Beschlüsse gefasst, die im Vorfeld von den Arbeitnehmervertretern und den Mittelstandspolitikern mit vorbereitet wurden. Auslöser war seinerzeit ein Antrag der CDA unter Führung ihres Bundesvorsitzenden Karl-Josef Laumann. Kernstück des Beschlusses ist die Einführung einer Lohnuntergrenze für die Branchen, in denen keine entsprechenden Tarifbestimmungen vorliegen.

Beide Politiker hoben die Gemeinsamkeiten ihrer Organisationen in den diskutierten Fragen hervor. Unterschiede zeigten sich im Detail. Während Brauksiepe sich für eine einheitliche Lohnuntergrenze stark macht, plädiert Schauerte für mehr Differenzierungen nach Regionen und Branchen.

Nicht zufrieden ist der CDA-Vorsitzende mit dem Beschluss des CDU-Bundesparteitages zu den befristeten Arbeitsverhältnissen. Die Delegierten hatten dieses arbeitsmarktpolitische Instrument weiter festgeschrieben.  

Einig waren sich Brauksiepe und Schauerte bei dem Thema „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Nach einer angemessenen Einarbeitungszeit soll auch gleicher Lohn gezahlt werden. Die Tarifparteien sind aufgerufen, dies zu regeln. „Gelingt dies nicht, müsste eine Kommission – wie bei der Findung der Lohnuntergrenzen - gebildet werden,“ so Brauksiepe.

Der Kreisvorsitzende der MIT, Bernd Tischler, und der stellv. Kreisvorsitzende der CDA, Detlev Kroos, bedankten sich bei den Referenten mit einem Präsentkorb und waren sich einig, dass nur die jetzige Regierungskoalition in Berlin in der Lage ist, zu der Lohnuntergrenze eine vernünftige Lösung zu finden.

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