CDU sichert und erweitert Familienzentren

Halten mit ihrer Politik den Kreis Gütersloh auf familienfreundlichem Kurs: Ludger Kaup und Elisabeth Buschsieweke.
Halten mit ihrer Politik den Kreis Gütersloh auf familienfreundlichem Kurs: Ludger Kaup und Elisabeth Buschsieweke.
Sie sind für die ganze Familie da, für Kinder, Erwachsene und Senioren: Die Familienzentren des Kreises Gütersloh. Grundlage für die im Jahr 2004 beschlossenen Einrichtungen war der Familienbericht für den Kreis Gütersloh, den die CDU-Kreistagsfraktion schon 2001 initiiert hatte. Damit war der Kreis Gütersloh bereits vor dem Land Nordrhein-Westfalen für das Wohl seiner Familien aktiv geworden, das seine Familienzentren erst seit 2006 aufbaut. Die beiden Modelle von Land und Kreis unterscheiden sich dabei in ihrem Konzept: Während die Einrichtungen des Landes nur die Kinderbetreuung abdecken, haben die Familienzentren des Kreises ein viel breiteres Angebot und beziehen alle Generationen mit ein. Jetzt hat die CDU-Kreistagsfraktion in Sachen Familienfreundlichkeit einen weiteren großen Schritt nach vorne getan: Sie hat den Antrag gestellt, dass es in Zukunft in allen Kommunen des Kreises Gütersloh ein Familienzentrum nach dem Kreis-Modell geben soll.

„Wir wollen, dass den Menschen in allen Städten und Gemeinden die besonderen Vorteile unserer Familienzentren zugute kommen“, erklärt Ludger Kaup, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. „Unsere Familienzentren sind Anlaufstationen für alle Familien und alle Generationen. Hier gibt es offene Treffs für Kinder, Mütter, Väter und Senioren. Die Familienzentren sind Infobörse, Beratungszentrum und Senioreninformationsdienst. Sie fungieren als Freiwilligenzentrale zur Vermittlung von ehrenamtlicher Arbeit und als Generationennetzwerk. Hier finden die Bürger gebündelt alle Bildungsangebote und Dienstleistungen für alle Generationen in ihrem Ort, einschließlich der Kinderbetreuung.“

Der Antrag, den die CDU-Kreistagsfraktion für die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 30. Oktober 2007 gestellt hat, geht aber noch weiter: „Wir planen, dass in den Familienzentren auch ein Begrüßungsdienst für Neugeborene untergebracht wird“, freut sich Elisabeth Buschsieweke, jugendpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion. „Junge Eltern bekommen damit zusätzliche Informationen und Unterstützung direkt nach Hause. Und das von qualifiziertem Personal: Der Begrüßungsdienst soll von Kinderkrankenschwestern, Hebammen oder Sozialpädagogen wahrgenommen werden.“

Mit ihrem Antrag will die CDU-Kreistagsfraktion sicherstellen, dass der Kreis weiterhin in Familienfreundlichkeit investiert. Denn die Finanzierung der vier, vom Kreis bereits heute mit insgesamt 80.000 Euro im Jahr geförderten Familienzentren in Rheda-Wiedenbrück, Harsewinkel, Steinhagen und Rietberg, läuft nach der Projektphase am Ende dieses Jahres aus. „Um den Bestand zu sichern und das erfolgreiche Modell im gesamten Kreis auszubauen, beantragen wir, ab 2008 für das Gesamtkonzept jährlich 450.000 Euro im Kreishaushalt zur Verfügung zu stellen“, erklärt Kaup. „Dieser Ansatz soll zunächst bis zum Jahr 2010 befristet werden. Nach Ablauf von drei Jahren wird erneut über das Konzept entschieden.“

Jedes Familienzentrum wird dem Antrag zufolge ab dem kommenden Jahr einen Betrag von einem Euro pro Einwohner in der jeweiligen Kommune bekommen. In den kleineren Orten sind jedoch mindestens 15.000 Euro pro Familienzentrum vorgesehen. Neben dem Begrüßungsdienst ist in der Gesamtsumme auch eine zusätzliche Stelle zur Abwehr von Kindeswohlgefährdung bei den Regionalstellen eingeplant. Und noch etwas ist neu: Um sich mit dem größeren Leistungsspektrum von den Familienzentren des Landes abzuheben, sollen die Einrichtungen des Kreises in Zukunft unter dem Namen „Kreisfamilienzentrum“ mit dem Zusatz des jeweiligen Ortsnamens firmieren.

„Der Kreis nimmt zum Wohl der Familien viel Geld in die Hand“, sagt Kaup. „Aber wir sind davon überzeugt, dass sich jeder Euro auszahlt. Die Mittel sind eine Investition in unsere Zukunft: Der Kreis wird familienfreundlicher und dadurch attraktiver. Darüber hinaus sind der Ausbau der Familienzentren und der Begrüßungsdienst vorbeugende Maßnahmen, durch die deutlich höhere Kosten im sozialen Bereich in der Zukunft vermieden werden.“

Inhaltsverzeichnis
Nach oben