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08.09.2010, 15:01 Uhr
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CDU im Kreis Gütersloh unterstützt Personennahverkehr
Kreis Gütersloh. Die CDU im Kreis Gütersloh ist bereit, die Reaktivierung des Personennahverkehrs auf der Schiene durch die TWE zwischen Harsewinkel und Verl bis zu einer gewissen Grenze mit kommunalen Mitteln zu unterstützen. Das erklärte der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ralph Brinkhaus nach einem Gespräch mit den CDU-Spitzen aus den betroffenen Kommunen.
„Ohne Fördermittel für die Eisenbahninfrastruktur lässt sich das Vorhaben allerdings nicht realisieren. Der Verkehrsverbund Ostwestfalen-Lippe muss den Antrag bis zum 24. Oktober stellen,“ so der Verkehrsexperte der CDU-Kreistagsfraktion Bernhard Althülshorst.
Für die Deckung des Defizits des laufenden Betrieb wird innerhalb des Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) darüber diskutiert, sich mit einem jährlichen Betrag von 1 Mio. zu beteiligen, wenn die Anliegerkommunen mit ebenfalls 1 Mio. dabei sind. Dabei steht das TWE-Vorhaben in Konkurrenz mit der Begatalbahn von Lemgo nach Barntrup, deren Reaktivierung ebenfalls im Gespräch ist. Die finanziellen Möglichkeiten von VVOWL lassen nur die Förderung eines der beiden Projekte zu. VVOWL wird die Entscheidung im Oktober treffen, so dass die Städte Harsewinkel, Gütersloh und Verl kurzfristig entscheiden müssen , ob sie sich selbst finanziell engagieren wollen.
„Die CDU-Vertreter der betroffenen Kommunen können sich gut vorstellen, dass letztere gegebenenfalls auch mit Hilfe des Kreises den auf die Kommunen entfallenden Anteil schultern“, berichtet der Verler CDU-Fraktionsvorsitzende Josef Dresselhaus.
Unklarheit herrscht jedoch nach wie vor über die Höhe der kommunalen Investitionen in die Infrastruktur. Hier geht es vor allem um die Sicherung der Bahnübergänge, ohne die aus Sicht der CDU eine Realisierung des Projektes nicht vorstellbar ist. Hierzu fordert Heiner Kollmeyer, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion in Gütersloh: „Die Verwaltungen sind gefordert, kurzfristig Kostenberechnungen aufzustellen. Bei der aktuellen Finanzsituation der Kommunen müssen die Belastungen haushaltsmäßig tragfähig sein. Auch die fußläufige Anbindung des TWE-Bahnhofs zum Hauptbahnhof ist mit Kosten verbunden, die noch ermittelt werden müssen.“
Die vom Versmolder Bürgermeister ins Spiel gebrachte Verlängerung der Verbindung bis Versmold ist nach Aussage des Sprechers der CDU-Fraktion Harsewinkel, Heinz Bünnigmann, derzeit finanziell nicht realisierbar: „Allein der jährliche kommunale Zuschuss würde sich von 1 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro erhöhen.“
Die CDU-Vertreter befürworten die Personenverbindung Harsewinkel – Verl allerdings nur, wenn sichergestellt ist, dass der bisherige Güterverkehr von Versmold nach Gütersloh aufrecht erhalten bleibt, betont Ulrich Wesolowski, CDU-Fraktionsvorsitzender in Versmold. Ralph Brinkhaus ergänzt hierzu: „Die Option einer Verlängerung des Personennahverkehrs bis in den Landkreis Osnabrück bzw. bis Hövelhof erhalten wir uns so bewusst offen. Bei veränderten Rahmenbedingungen werden wir hierüber neu diskutieren.“
08.09.2010, 15:02 Uhr |
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