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01.02.2010, 12:42 Uhr Übersicht | Drucken
Der Kreis spart 4 Millionen Euro ein
Kreisumlage sinkt gegenüber Etatentwurf


Auf den Kreis Gütersloh kommen in diesem Jahr Mehrausgaben von 12 Millionen Euro zu. Grund sind vor allen Dingen höhere Kosten in den Bereichen Soziales und Jugendhilfe. Die CDU-Kreistagsfraktion hat den Haushalt genau unter die Lupe genommen und nun in einem Pressegespräch die Einsparmöglichkeiten aufgezeigt. „4 Millionen sind drin, um die wir den Kreishaushalt noch entlasten können“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Heinrich Josef Sökeland. „Dafür müssen wir aber alle Kraft zusammennehmen."


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Haben den Kreishaushalt nach Einsparmöglichkeiten durchsucht: Vorsitzender Dr. Heinrich Josef Sökeland (Mitte) und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Helen Foerster (r.) und Helmut Feldmann (l.).
1,5 Millionen Euro sollen durch pauschale Kürzungen im Budget des Kreises eingespart werden. Durch das Einfrieren des Personalbudgets kommen weitere 0,6 Millionen hinzu. Darüber hinaus soll in Zukunft bei jeder freiwerdenden Stelle geprüft werden, ob sie neu besetzt werden muss. „Und das gilt für alle Stellen, vom Hausmeister bis zum Fachbereichsleiter“, sagt Sökeland. Ebenfalls 0,6 Millionen Einsparvolumen bestehen im Bereich Heilpädagogik und Frühförderung. „Gespart wird hier aber nur am organisatorischen Rahmen. Die Behandlung der Kinder bleibt unverändert“, so Sökeland, der selbst Allgemeinmediziner in Harsewinkel ist.
 
Wegfallen wird ebenfalls die leistungsbezogene Prämie für Beamte. Dies bringt weitere 100.000 Euro. Gespart werden soll auch an der bereits sehr guten Computerausstattung der kreiseigenen Schulen (150.000 €) und durch die Streichung des Zuschusses für die Nordwestdeutsche Philharmonie. Auch die Kreismusikschule soll in den nächsten Jahren sparen. Die CDU Fraktion möchte, dass ihre Kosten während der laufenden Wahlperiode auf unter 1 Million Euro gesenkt werden.
 
Oberste Priorität für die CDU hat die Kinderbetreuung. Darum will sie trotz knapper Kassen an der Ausbauplanung für die Betreuung der unter Dreijährigen festhalten. „Dieses Programm ist schon heute ein großer Erfolg“, sagt Sökeland. „Von 2005 bis 2009 konnten die Plätze von 243 auf 850 aufgestockt werden. 2013 sollen es 1.200 U3-Plätze sein.“ Um die Familien nicht zu stark zu belasten, bleibt der Kreis bei 16 Prozent Elternanteil. Gesetzlich möglich wären 19 Prozent.
 
Für das Sparziel bleibt auch die Ausgleichsrücklage des Kreises nicht verschont. Sie soll auf Null zurückgeführt werden. Dadurch kann die Kreisumlage im Vergleich zum Etatentwurf um 0,3 Prozentpunkte gesenkt werden. Sie wird dann bei 37,2 Prozent-Punkten liegen. Positives konnte Sökeland auch in Sachen Neuverschuldung berichten: Sie soll es im Jahr 2010 nicht geben.


01.02.2010, 12:49 Uhr


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