Initiative „PCs for Kids“ vorgestellt Kostenlose Computer für Schulen
Sie soll für mehr Computer an den Schulen sorgen und sucht dafür die Unterstützung aus Wirtschaft und Industrie: Die Initiative „PCs for Kids“, die ihren Ausgang im Kreis Gütersloh genommen hat. Die Landtagsabgeordneten Ursula Doppmeier und Dr. Michael Brinkmeier haben die Initiative jetzt gemeinsam mit dem Mitinitiator Alexander Siefert aus Rheda-Wiedenbrück vorgestellt. „Über ein Online-Portal können Unternehmen und andere Organisationen ihre ausgemusterten aber funktionsfähigen PCs, Monitore, Drucker sowie andere Hardware kostenlos an Schulen abgeben, denen es an Computerausstattung mangelt“, erklärt Siefert das Projekt.
|
 |
 |
| Die Landtagsabgeordneten Ursula Doppmeier und Dr. Michael Brinkmeier übergaben Alexander Siefert Computerausstattung für seine Initiative „PCs for Kids“ (v.l.). |
 |
| |
Die Idee zu der Initiative ist aus der Erfahrung heraus entstanden, dass sich Kinder in der Schule teilweise zu fünft einen Computer teilen müssen. „PCs for Kids“ ist ein hervorragendes Mittel, um diesem Missstand Abhilfe zu schaffen“, sagt Doppmeier. „Wir wollen daher alle Schulen motivieren, auf diesem Wege ihre PC-Ausstattung zu verbessern.“
„Wir haben es hier mit einem hervorragenden Beispiel für Eigeninitiative zu tun, die Unterstützung verdient“, urteilt Brinkmeier. „Wie groß der Bedarf ist, zeigt sich daran, dass statistisch gesehen innerhalb von 10 Minuten ein im Online-Portal eingestelltes Angebot von einer Schule abgerufen wird“. Kein Wunder, dass „PCs for Kids“ bereits mehrfach ausgezeichnet worden ist: Vom nordrhein-westfälischen Familienministerium für das „Engagement des Monats“, vom Bundespräsidenten im Rahmen der Kampagne „Deutschland, Land der Ideen“, von der Bundeskanzlerin für eine der 25 besten sozialen Initiativen und von einem Unternehmerverbund mit dem Innovationspreis für das Jahr 2008. Auch das Land NRW unterstützt „PCs for Kids“: So wird überlegt, ausgediente Geräte aus dem Landtag am Ende der Legislaturperiode an Schulen abzugeben.
Die Initiative, die deutschlandweit tätig ist und im Jahr 2007 gegründet wurde, hat bereits Hardware im Investitionswert von 600.000 Euro vermittelt. „Derzeit läuft noch alles auf ehrenamtlicher Basis“, sagt Siefert, der von Beruf Betriebswirt ist. „Das wird mit dem Wachsen unserer Initiative jedoch immer schwieriger. Daher ist auch Unterstützung personeller Art willkommen.“ Der Transport der Geräte wird von den Unternehmen selbst oder von „PCs for Kids“ übernommen. Nicht nur die Schulen profitieren von dem Projekt, auch die Unternehmen sparen die Entsorgungskosten. Um Datensicherheit braucht sich dabei niemand Sorgen zu machen. „PCs for Kids“ bietet den Service an, alle Daten vor der Auslieferung an die Schulen zu vernichten. Um die Schulen mit ordentlichem Material zu versorgen, sollten die Geräte möglichst nicht älter als drei Jahre sein. Interessierte Firmen und Schulen können sich im Internet unter www.pc-for-kids.de über die Initiative informieren und sich für eine Zusammenarbeit registrieren.
08.01.2010, 08:52 Uhr |