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02.03.2012

Lastwagen im Fokus

Schwerlastverkehr soll künftig über Hapkenberg geleitet werden

Weniger »Brummis« in der Kernstadt: Die Politik will unnötigen Schwerlastverkehr künftig aus Werther heraushalten. Gelingen soll dies, indem Lkw von der Haller Straße ferngehalten und zum Hapkenberg geleitet werden.

Westfalen-Blatt/mapu - Die SPD-Fraktion stellte im Planungsausschuss einen entsprechenden Antrag. Danach soll die Stadt in Absprache mit dem Straßenverkehrsamt darauf hinwirken, dass Lastwagen von der Haller Straße ferngehalten werden und stattdessen über den frisch ausgebauten Hapkenberg geführt werden. Begründet wird dies mit der Belastung für Anwohner der Haller Straße, die unter Feinstaub und Lärm litten. Zudem sei der Zustand der Haller Straße schlecht.

Während auf Haller Seite bereits ein Hinweisschild angebracht ist, das Lastwagen die Nutzung des Hapkenberges mit seiner Lkw-Überholspur empfiehlt, fehlt ein solches im Bereich der Ampelkreuzung in Werther. Wie ein lautstarker Zwischenruf in der Ausschusssitzung verdeutlichte, fürchten die Anwohner der Borgholzhausener Straße eine Umlenkung des Schwerlastverkehrs. Dieser würde nämlich vor ihrer Haustür rollen, um von der Ampelkreuzung zum Hapkenberg zu gelangen.

Die Politiker äußerten Verständnis für die Bedenken. Gleichwohl betrachtet es die Mehrheit als sinnvoll, den Schwerlastverkehr in Richtung Hapkenberg zu leiten, da dieser frisch ausgebaut und geradezu für die Bewältigung von schwerem Verkehr ausgelegt sei. Lediglich die Grünen enthielten sich bei der Abstimmung über den SPD-Antrag, da sie die Pläne für nicht zielführend halten. Ulrich Buchalla (CDU) wies zudem darauf hin, dass die Haller Straße für den Schwerlastverkehr gewidmet sei und die Pläne darum wohl nicht so einfach zu realisieren seien.

Bei einem Ortstermin mit zuständigen Behörden, der ebenfalls Bestandteil des Antrags war, soll die weitere Vorgehensweise abgestimmt werden. Bürgermeisterin Marion Weike sprach sich dafür aus, den überörtlichen Verkehr aus der Stadt herauszuhalten und mittelfristig eine weiträumige Umleitung anzustreben. Dies sagte sie vor allem mit Blick auf den künftigen Weiterbau Autobahn 33: »Wenn die A 33 erstmal fertig ist, wird das auch für Werther spürbare Folgen haben.«

aktualisiert von Team Werther, 04.04.2012, 21:59 Uhr
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