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03.03.2012

Blotenberg bleibt im Plan

CDU-Antrag zum Schutz des östlichen Teils vor Bebauung abgelehnt


Wo der westliche Blotenberg nun schon als Wohngebiet bebaut werden soll, wollte die CDU doch wenigstens den östlichen Teil davor bewahren. Ein entsprechender Antrag fand im Planungsausschuss allerdings keine Mehrheit.

Westfalen-Blatt/mapu -
Der östliche Blotenberg zwischen dem gleichnamigen Weg und den Schrebergärten ist etwa 26 000 Quadratmeter groß. Der Bereich liege derzeit noch im Flächennutzungsplan der Stadt, erklärte CDU-Fraktionschef Ulrich Buchalla. »Wir sind uns ja alle einig, dass dieser Bereich nicht mehr benötigt wird, da auf westlicher Seite ein neues Wohngebiet entstehen soll«, fuhr er fort.

Darum setzte sich die CDU dafür ein, den Bereich aus dem Flächennutzungsplan zu nehmen. Als Ersatz solle die Stadtverwaltung zeitnah neue geeignete Flächen zur weiteren Beratung vorlegen, hieß es in dem Antrag. Nach Ansicht der CDU könnten somit frühzeitig die Planungen vorangetrieben werden, sollten in Zukunft weitere Wohngebiete benötigt werden.

Im Ausschuss stieß die Idee jedoch auf wenig Begeisterung. Eine mit hohem Aufwand verbundene Veränderung des Flächennutzungsplanes könne man der Stadtverwaltung nicht zumuten, hieß es von Kritikern. Der zuständige Fachbereich im Rathaus habe ohnehin schon genug Arbeit. Jan-Holm Sussieck (FDP) wies auf eine jüngst von der Politik beschlossene Prioritätenliste hin. Darin wird festgelegt, dass die Verwaltung sich in diesem Jahr auf die Umsetzung von vier Punkten konzentrieren soll: das Blotenberg-Wohngebiet, das Gewerbegebiet Rodderheide, eine Klimaschutzkonzeption und eine Entwässerungskonzeption. »Das sind große Projekte. Wir sollten nicht noch ein Fass aufmachen«, sagte Sussieck.

Als sich im Ausschuss abzeichnete, dass ihr Antrag in dieser Form keine Mehrheit finden würde, schlug die CDU eine Veränderung vor. Das Wort »zeitnah« sollte gestrichen werden, damit auf die Verwaltung kein Zeitdruck ausgeübt werde. Das Ziel, den östlichen Blotenberg aus dem Flächennutzungsplan zu nehmen, sollte erhalten bleiben.

Doch auch auf diesen Kompromiss ließen sich die anderen Fraktionen nicht ein. Der Antrag wurde mit den Gegenstimmen der SPD bei Enthaltung von UWG, FDP und Grünen abgelehnt.

aktualisiert von Team Werther, 04.04.2012, 21:58 Uhr
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