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23.06.2011

Wo ist Böckstiegel?

Werthers größter Sohn soll im Stadtbild präsenter werden - Den Tourismus fördern

Es ist gut 60 Jahre her, da beschwerte sich der Maler Peter August Böckstiegel bei der Stadt Werther, dass seine Kunst ausgerechnet in seiner Heimatstadt doch nicht allzu viel Beachtung fände. Daran hat sich viel geändert. Doch die Böckstiegel-Präsenz im Stadtbild könnte schon noch verbessert werden, meinen die Mitglieder des Kulturausschusses.

Westfalen-Blatt/Küppers - Der Anstoß, die Sichtbarkeit des Themas Böckstiegel in der Böckstiegel-Stadt zu verbessern, kam von der CDU-Fraktion. Gedacht ist an Wegweiser, an Schau- und Informationstafeln an stark frequentierten Stellen, eine bessere Internet-Präsentation auf der Homepage der Stadt, an Broschüren, die in Hotels und Gaststätten ausgelegt werden, sowie an die Aufstellung von nachgebildeten Skulpturen des Künstlers.

Nachdem in der SPD zunächst skeptische Töne zu vernehmen waren, man solle es mit der Böckstiegel-Werbung auch nicht übertreiben, entwickelte sich die Diskussion schließlich in Richtung eines einstimmigen Votums. Die Verwaltung soll nunmehr zu einem Rundgang durch Werther einladen, um mit Politikern, Heimatverein, Böckstiegel-Stiftung, Stadtführern und anderen interessierten Bürgern Ideen über die Präsenz von Böckstiegel auszutauschen. Uwe Gehring (UWG) machte noch einmal deutlich, dass es hier insbesondere um die Wochenend- und Tagesgäste in Werther geht. »Bisher ist es durchaus so, dass man als Gast durch die Böckstiegel-Stadt laufen kann, ohne mit Böckstiegel irgendwie in Kontakt zu kommen«, sagte er. Wolfgang Böhm (Grüne) appellierte, Kunst generell noch stärker im öffentlichen Raum von Werther zu präsentieren. Die Böckstiegel-Initiative korrespondiert dabei mit einem Antrag, den die Bündnisgrünen im Kulturausschuss einbrachten.

Danach soll die Verwaltung zunächst einmal alle Flyer, Prospekte, Plakate und Internetinformationen zusammentragen, die dem Ziel der Tourismusförderung dienen. Auf Basis dieser Liste soll dann darüber beraten werden, welche zusätzlichen Informationsmaterialien benötigt werden, um insbesondere den Tages- und Wochenendtourismus in Werther und Umgebung zu fördern.

»Wir müssen die Sehenswürdigkeiten und Schönheiten unserer Stadt einfach sichtbarer machen«, meinte Marlene Kuhlmann für die Grünen. Dr. Karsten Morisse regte an, für diese Aufgabe auch Studenten der Fachhochschule einzubinden, die im Rahmen von Projektarbeiten für ihr Studium möglicherweise interessante Ideen entwickeln könnten. Diese Anregung wurde allgemein positiv aufgenommen.

aktualisiert von Team Werther, 24.06.2011, 12:47 Uhr
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