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22.06.2011

Mehr Böckstiegel in Werther

Präsenz des Künstlers soll erhöht werden

Zwar bezeichnet sich Werther gern als Böckstiegel-Stadt. Doch von einer sichtbaren Präsenz des großen Künstlers kann tatsächlich kaum die Rede sein. Findet jedenfalls die CDU-Fraktion und stellte jetzt einen entsprechenden Antrag an den Kulturausschuss.

NW/aha - Sie möchte den großen Maler mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken – nicht durch einen exklusiven Kreis, sondern im Konsens mit allen, die mit Böckstiegel zu tun haben: der Stiftung, dem Freundeskreis, den Stadtführern, dem Heimatverein, dem Kreis, der Politik und allen Bürgern, die Interesse haben, sich einzubringen.

Die Böckstiegel-Plastiken am Rathaus und an der Runden Ecke, der Böckstiegel-Pfad, natürlich das Böckstiegel-Haus – das sind die wesentlichen Eckpfeiler dessen, was rein äußerlich von Werthers bekanntestem Maler kündet. Doch es darf gern mehr sein, sagt die CDU, wünscht sich Wegweiser zum Böckstiegel- Haus, Schau- und Infotafeln an stark frequentierten Stellen wie Stadtpark oder Haus Werther, eine bessere Internet-Präsentation auf der Homepage der Stadt, Auslagen in Hotels und Gaststätten, das Aufstellen nachgebildeter Skulpturen oder Ähnliches.

Uwe Gehring (UWG) konnte sich diesem Wunsch voll anschließen. Denn, so seine Feststellung: „Wer nach Werther zu Besuch kommt, schafft es ohne Probleme, dass Böckstiegel komplett an ihm vorbeigeht, er höchstens zufällig auf ihn gestoßen wird.“ Hier gäbe es dringend Handlungsbedarf.
So sah es auch Parteikollegin Heike Wäger, die lobend auf das Café Bossert mit seinen Böckstiegel-Pralinen und der Böckstiegel-Torte verwies. „Solche Beispiele müsste es mehr geben“, fand sie.

Dass hinter den Kulissen bereits daran gearbeitet wird, machte Hauptamtsleiter Guido Neugebauer deutlich. So habe es jüngst eine Begehung mit Stiftung und Heimatverein gegeben mit dem Ziel, den Böckstiegel- Pfad als Rundwanderweg anzulegen. Auch andere Dinge seien in Planung, allerdings noch nicht spruchreif.

Es gab aber auch kritische Töne, etwa von Udo Lange (SPD): „Es böckstiegelt schon ganz schön in Werther“, fand er und warnte, den Maler nicht „zu Tode zu werben“. Am Ende einigten sich die Politiker, dass die Stadt demnächst zu einem Rundgang einladen möge, an dem alle mit Böckstiegel befassten Institutionen sowie interessierte Bürger teilnehmen sollten. Dabei soll ermittelt werden, was es bereits gibt und was fehlt.

aktualisiert von Team Werther, 22.06.2011, 09:58 Uhr
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