CDU Stadtverband | Werther
 
Pressespiegel
21.01.2010, 07:51 Uhr | Haller Kreisblatt/DHS Übersicht | Drucken
"60 Meter bis zum Gast"
Ausschuss für Stadtentwicklung diskutiert über Gestaltung des Venghauss-Platzes


Werther (DHS). Der Veng- hauss-Platz hat großes Poten- zial und soll die gute Stube von Werther sein. Darin stimmten am Dienstagabend alle Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung, Kultur und Sport überein. Im Ge- spräch mit den Gewerbetreibenden rund um den Platz soll die Verwaltung jetzt heraus finden, wer Interessen an einer Außengastronomie auf dem Platz hat.



Vorausgegangen war diesem einstimmigen Beschluss eine ausführliche Diskussion über die künftige Gestaltung des Venghauss-Platzes. Bereits Ende Juli 2009 hatten sich dortigen Gewerbetreibenden mit einer Eingabe an die Stadt gewandt, um die Attraktivität des Standortes zu steigern. „Es geht uns um ein Gesamtkonzept für diesen Platz“, erklärte Brigitte Meibeck in einer Sitzungsunterbrechung.

Die Inhaberin des Cafés Piazzetta war als Vertreterin der Ge- werbetreibenden in die Sitzung gekommen. Werther brauche angesichts vieler Geschäftsauf- gaben ein Konzept für eine attraktive Innenstadt, fordert sie. „Das Geld für eine Planung und ansprechende Gestaltung ist gut angelegt, sonst ist hier irgend- wann nichts mehr los“, warnte die Geschäftsfrau.

Diesen Argumenten wollte sich keine Fraktion verschließen, doch der Ausschussvorsitzende Hans-Jürgen Wächter (CDU) brachte die komplizierte Situation auf dem Venghauss-Platz auf den Punkt. Eine Außengastronomie sei sicher für viele Bürger und auch Gastronomen interessant, um 22 Uhr müsse damit aber aus Gründen des Lärmschutzes Schluss sein. Der Autoverkehr dürfe nicht von dem Platz ausgesperrt werden, so der Christdemokrat weiter. „Das wilde Parken dort muss eingeschränkt werden“, forderte Wächter und machte gleichzeitig deutlich, dass die regulären Parkplätze natürlich erhalten bleiben sollen. „Die Interessen der Anlieger müssen bei einer Umgestaltung des Platzes und einer gastronomischen Nutzung im Freien natürlich angemessen berücksichtigt werden“, erklärte der Ausschussvorsitzende und fand mit seiner Analyse breite Zustimmung.

Diskutiert hatten die Ausschussmitglieder auf der Grundlage eines Planentwurfes, den die Landschaftsarchitektin Claudia Ermshausen auf Wunsch der Gewerbetreibenden erstellt hatte.Sie sieht im hinteren Bereich des Platzes eine größere Fläche für Außengastronomie vor, die für die Zeit dieser Nutzung mit mobilen Sperren abgeteilt wird. „Das könnten zum Beispiel Pflanzkübel sein“, erklärte Jens Kreiensiek.

Der Bau-Fachbereichsleiter betonte aber, dieser Entwurf sei nur eine Gesprächsgrundlage und Basis für weitere Planungen. „Dafür muss aber jemand Geld in die Hand nehmen“, sagte Kreiensiek in Richtung Politik. Bevor das passiert, will der Ausschuss genauer erfahren, wie die Gewerbetreibenden zur Außengastronomie stehen. „Ich wüsste gern, wie das über eine größere Entfernung hinweg funktionieren soll?“, meinte Bodo Brinkmann (SPD). „Ich werde natürlich keinen Kaffee über 60 Meter auf den Tablett dorthin tragen“, erklärte Brigitte Meibeck.

Dann sei der Kaffee nämlich kalt, bemerkte sie zur Erheiterung der Politiker. Es gehe ihr vor allem um einen Treffpunkt für Menschen, ganz unabhängig von der gastronomischen Nutzung, so Meibeck.

Ob und wie der Vernghauss- Platz umgestaltet wird, dazu sollen sich nach dem Willen der Politik nicht nur die Gewerbetreibenden äußern. Auch die Anlieger und Besucher der Stadt wer- den gefragt. Denn es soll auch darum gehen, ob es künftig Wasserspiele auf dem Platz gibt.




aktualisiert von Team Werther, 21.01.2010, 07:56 Uhr

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