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18.02.2012, 21:48 Uhr | Westfalen-Blatt/mapu
Stadtrat beschließt Gebühr für Osterfeuer
CDU distanziert sich: »Abkassieren von Bürgern«
Die neue Gebühr für das Abbrennen von Osterfeuern ist beschlossene Sache. Wer ein Brauchtumsfeuer bei der Stadt anmeldet, muss ab sofort 40 Euro zahlen.
Wie berichtet, will die Stadt die Zahl der zu Ostern entfachten Feuer reduzieren. Dies will sie mit einer so genannten Ordnungsbehördlichen Verordnung erreichen. In dem dreiseitigen Schriftstück sind Regeln zum Abbrennen von Osterfeuern aufgeführt. Darin wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Verbrennen pflanzlicher Abfälle auch in der Osterzeit verboten ist. Osterfeuer sind »ausschließlich zur Brauchtumspflege zulässig«. Auch die neue Gebühr ist aufgeführt.

Der Stadtrat hat mit großer Mehrheit der Verordnung zugestimmt. Geschlossen dagegen ausgesprochen hat sich die CDU-Fraktion. Deren Vorsitzender Ulrich Buchalla äußert sich in einer Stellungnahme. Er schreibt: »Gebühren von 40 Euro pro Feuer ohne Rücksicht auf die Größe! Hier bleibt der fade Beigeschmack des Abkassierens beim wehrlosen Bürger. Warum werden Klein- mit Großfeuern gleichgesetzt? Wo ist die Gegenleistung der Verwaltung?«

Angeblich habe man im Rathaus doch so viel Arbeit, meint Buchalla. Mit der neuen Gebühr »schafft man sich auf unnötige Weise neue Arbeit«. Das Abbrennen von Osterfeuern entspreche in der Region einer jahrhundertelangen Tradition. Es diene der Auskehr des Winters und als gesellig-familiäres oder nachbarschaftliches Zusammensein im überschaubaren Kreis.

»Wo ist bei der Neuregelung der ökologische Nutzen? Wissenschaftlich belegt ist, dass beim Verbrennen von Strauchschnitt nicht mehr CO 2 freigesetzt wird als beim entsprechenden Verrotten oder Kompostieren. Kommt als nächstes eine Gebühr für den Holzbrand im Kamin?«, fragt der CDU-Fraktionschef.

Er stellt klar: »Wir plädieren nicht für Großfeuer, deren Volumen zahlreiche Lkw-Ladungen übersteigt. Wir plädieren auch nicht für Großfeuer mit kommerziellem Charakter.« Die CDU setze sich aber ein für einen örtlichen und vertrauten Zusammenhalt und für den nachbarschaftlichen Austausch im kleinen Rahmen: »Und dafür brauchen wir keine unverhältnismäßigen Gebühren.«
aktualisiert von Team Werther, 04.04.2012, 21:56 Uhr