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18.12.2011, 14:42 Uhr
Es gibt Diskussionsbedarf
Wertheraner Aspekte (von Marco Purkhart)
Die Debatte um das geplante Blotenberg-Wohngebiet hat im Stadtrat für Feuer unterm Dach gesorgt. Solch einen Schlagabtausch, bei dem die Fraktionen mit erfrischender Offenheit klar Position bezogen, hat man in Werthers wichtigstem Gremium lange nicht erlebt. Dies wäre schon bei manch anderen bedeutenden Themen wie der Zukunft des Weco-Geländes wünschenswert gewesen. Beim Blotenberg aber ist es für eine öffentliche Diskussion allerhöchste Zeit.
Auch wenn die Bürgermeisterin betont, die Pläne seien seit mehr als 30 Jahren bekannt und im Zuge eines ordentlichen Verfahrens kein Geheimnis: Die öffentliche Wahrnehmung in der Bevölkerung ist eine andere. Nur so lässt sich die rege Diskussion erklären, die unter der Woche auf der Internetseite dieser Zeitung und bei Facebook entbrannt ist. Mit ihrer Behauptung, dass der Blotenberg vielen Wertheranern als stadtnahes Stück Natur sehr am Herzen liegt, haben CDU und Grüne offenbar einen Nerv im kollektiven Bewusstsein getroffen. Darauf deutet auch die Resonanz auf eine Umfrage dieser Zeitung zum Thema hin. Bis Freitagmittag wurde mehr als 200 Mal abgestimmt. Etwa 78 Prozent sprachen sich gegen das Blotenberg-Projekt aus, 19 Prozent waren dafür und 3 Prozent war es egal. An dieser Stelle sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Form der Umfrage nicht den Anspruch erhebt, repräsentativ zu sein. Es handelt sich keineswegs um eine Volksabstimmung. Der Verlauf der Umfrage skizziert dennoch ein grobes Meinungsbild und lässt zwei Schlussfolgerungen zu. Erstens: Das Thema Blotenberg-Bebauung bewegt die Wertheraner. Ließe es die Bevölkerung kalt, wäre es kaum zu mehr als 200 Klicks gekommen. Zweitens: Es gibt durchaus kritische Meinungen zum Thema. Es scheint also in der Tat Diskussionsbedarf zu bestehen. Diese Punkte sollte die Politik bei ihrem weiteren Vorgehen im Hinterkopf behalten. Die Bevölkerung verlangt Aufklärung - zum Beispiel, warum der Blotenberg gegenüber anderen Standorten sinnvoller sein soll. Sachverständige mögen dies plausibel erklärt haben, wie von einigen Politikern gerne betont wird. Doch hat der interessierte Bürger nichts davon, wenn dies hinter verschlossenen Türen geschieht - wie zuletzt im Juni 2005 bei einem Architekten-Vortrag über Nutzungsmöglichkeiten des Gebietes vor geladenen Gästen. Es gibt diesbezüglich Nachholbedarf.
aktualisiert von Team Werther, 18.12.2011, 14:43 Uhr