Gewerbegebiet Rodderheide wird umgesetzt Entgegen den Einwänden der Grünen
Das Gewerbegebiet Rodderheide soll trotz der neuen freigewordenen Flächen der Ziegelei und des Gewerbeparks Weco umgesetzt werden. Die Grünen hatte angeregt, bestehende Flächen zu nutzen, statt weitere Grünflächen zu versiegeln.
In einem gemeinsamen Antrag hatten die Ratsfraktionen der Grünen und der FDP die Verwaltung aufgefordert, alle Aktivitäten in Bezug auf die Entwicklung des Gewerbegebietes Rodderheide auszusetzen und zu prüfen, ob die neu freigewordenen Flächen von Weco und der Ziegelei in Werther genutzt werden können. »Wir haben in Werther 100.000 Quadratmeter Brachfläche, die genutzt werden sollten, bevor weitere Flächen versiegelt werden«, forderte Thorsten Schmolke (Grüne) am Dienstag im Bauausschuss.
»Wir haben keinen Diskussionsbedarf mehr«, entgegnete Annemarie Benndorf (SPD). »Wir können auf Rodderheide als Gewerbegebiet nicht verzichten«, betonte sie. Solange sich die freigewordenen Flächen im Privatbesitz befänden, könne die Stadt sie nicht in ihre Planungen einbeziehen. »Wir begeben uns sonst in die Abhängigkeit von Privatleuten und ihres Wohlwollens oder Verhandlungsgeschickes. Sobald die Wirtschaft wieder anzieht, muss die Stadt in der Lage sein, selber Gewerbeflächen anzubieten.«
Unterstützung bekam Benndorf von anderen Fraktionen. »Für die CDU kommt die Aussetzung der Aktivitäten des Gewerbegebietes Rodderheide nicht in Frage«, sagte Karl-Hermann Grohnert. »Das wird ohnehin das grünste Industriegebiet in ganz NRW«, pflichtete Jörg-Rainer Heining (UWG) bei. »Wir haben um jeden Baum gefeilscht«, sagte er.
Der Bauausschuss lehnte den Antrag mit 16 Stimmen ab, die drei Grünen Ratsmitglieder stimmten dafür. Einstimmig wurde hingegen der Vorschlag angenommen, einen Bericht über den Stand der Dinge bezüglich des geplanten Gewerbegebietes zu erstellen. Dabei soll geklärt werden, welche Flächen bereits gekauft sind, welche Summen bislang aufgewendet wurden und noch aufgewendet werden müssen.
Im Hinblick auf das geplante interkommunale Gewerbegebiet mit der Stadt Halle erteilte der Ausschuss der Verwaltung mit 13 Ja-Stimmen den Auftrag, weitere Gespräche mit Halle zu führen. »Durch die Lage zur A33 ist dieses interkommunale Gewerbegebiet für uns nicht uninteressant«, sagte Bürgermeisterin Marion Weike.
aktualisiert von Team Werther, 11.03.2010, 13:19 Uhr |