Finanzspritze auch für den Tennisclub CDU und SPD nach Kunstrasenplatzdiskussion großzügig
Die Fußballvereine bekommen für 1,3 Millionen Euro zwei neue Kunstrasenplätze. Doch der Tennis-Club Blau-Weiß Werther wird von der Stadt nicht einmal bei der Sanierung seines Clubhauses finanziell unterstützt. Für die CDU eine Ungerechtigkeit, die sie so nicht stehen lassen will.
Bei der Beratung über das Kunstrasenplatz-Paket im Sportausschuss Anfang der Woche hakte CDU-Fraktionschef Ulrich Buchalla noch einmal nach. »Der Tennis-Club leistet auch eine engagierte Jugendarbeit und erbringt ebenfalls viel Eigenleistung, indem sich die Mitglieder komplett um ihre Plätze kümmern«, sagte Buchalla. Doch die vom Verein beantragten 8.280 Euro für die Clubhaus-Sanierung wurden von der Politik bereits vor zwei Monaten in den Haushaltsberatungen abgelehnt.
Ulrich Buchalla gab nicht auf und stellte erneut den Antrag, dem Tennisverein finanziell unter die Arme zu greifen. »Wir sollten dem Verein zumindest nach den Sportförderrichtlinien die Hälfte der Summe zukommen lassen, um nach außen zu dokumentieren, dass für uns in Werther nicht nur der Fußball zählt«, sagte der CDU-Chef.
Uwe Gehring argumentierte dagegen. Der UWG-Fraktionsvorsitzende sagte, damit werde ein Fass aufgemacht: »Wir sollten jetzt nicht nach dem Gießkannenprinzip etwas ausschütten, nur weil wir ohnehin schon viel Geld für zwei Kunstrasenplätze ausgeben. Es gibt in Werther noch viele andere Vereine, die sicherlich auch einen Bedarf haben. Wie wollen wir die bedienen?« Gehring wünschte sich vor dem Hintergrund lieber eine grundlegende Überarbeitung der in Werther geltenden Sportförderrichtlinien, damit nach den großen Investitionen für den Fußball in Zukunft weiterhin eine gerechte Mittelverteilung gewährleistet ist. FDP-Fraktionschef Jan-Holm Sussieck pflichtete ihm bei: »Es darf nicht der Eindruck entstehen, in Werther gebe es viel zu verteilen. Bei den Sportplätzen ist das eine andere Sache. Die sind absolut überfällig.«
Letztlich stimmen CDU und SPD mit insgesamt acht Stimmen dafür, den Tennis-Club mit 4.140 Euro zu unterstützen. UWG, FDP und Grüne hielten dagegen. Eine öffentliche Diskussion über eine Anpassung der Sportförderrichtlinien steht demnächst aber ohnehin an. Eine Überarbeitung der Richtlinien war an die Genehmigung der beiden neuen Kunstrasenplätze geknüpft.
aktualisiert von Team Werther, 06.05.2010, 07:07 Uhr |