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10.06.2010, 12:23 Uhr Übersicht | Drucken
Hohe Qualität findet Anerkennung
CDU- und FDP-Kreistagsfraktionen besuchen Kreismusikschule

Trotz schwieriger Haushaltslage und Sparzwang unterstützen die Kreistagsfraktionen von CDU und FDP die vorbildliche Arbeit der Kreismusikschule. Das haben die beiden Fraktionen auf Initiative der FDP jetzt bei einem Treffen mit der Leitung der Musikschule für den Kreis Gütersloh in der Kirchstraße betont.„Mit den 1,076 Millionen Euro jährlich, mit denen wir die Kreismusikschule in den Jah­ren 2011 bis 2014 fördern, liegen wir sogar noch etwas höher als geplant“, sagte Dr. Heinrich Josef Sökeland, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion. „Diese Förderung ist der Kompromiss, der uns angesichts der schwierigen Haushaltslage möglich erscheint.“


Vor der Kreismusikschule in der Kirchstraße: Jochen Dreier, Hartwig Fischer, Michael Corßen, Monika Paskarbies, Michael Ritter, Michael zur Heiden, Dr. Heinrich Josef Sökeland und Arne Bartkowiak (v.l.)
 
Die­ser Haushaltslage sind auch die beiden Einschränkungen geschuldet, die der Beschlussvorschlag des Kreises enthält: Zum einen steht die Förderung unter dem Vorbehalt der Haushaltssicherung, zum anderen soll die Kreismusikschule möglicher­weise entstehende Defizite selbst tragen. „Wenn wir in dieser schwierigen Zeit seriös und ehrlich miteinander umgehen wollen, müssen wir diese Einschränkungen klar benennen“, so FDP-Fraktionsvorsitzender Michael zur Heiden.
 
Die Vertreter der Musikschule stellten heraus, dass die Zusammenarbeit mit dem Kreis Gütersloh immer gut gewesen sei. „Mit dem gefundenen Kompromiss können wir leben“, äußerte sich der Vorsitzende Jochen Dreier zufrieden mit dem Beschlussvorschlag für die Sitzung des Kreisausschusses. Seitens der Kreismusikschule hofft man jedoch auf Stetigkeit der Finan­zierung und Unterstützung auch bei Unvorhersehbarem und im Krisenfall, betonten Dreier und Verwaltungsleiter Michael Ritter. Schul­leiter  Michael Corßen stellte den Politikern die Leistungsfähigkeit seines Hauses bei sehr effizientem Mitteleinsatz dar: „Die umliegenden Musikschulen in der Region arbeiten mit höheren Zuschüssen“, sagte Corßen. „Eine Musikschule kostet eine Spanne von einem bis neun Euro pro Einwohner im Jahr. Im Kreis Gütersloh liegen wir mit drei Euro am unteren Rand.“ Corßen stellte auch heraus, dass eine Musik­schule mehr sei als nur individueller Musikunterricht: So arbeitet die Kreismusikschule mit Ensembles in unterschiedlichen Besetzungen und präsentiert sich zum Beispiel auf 160 Konzertveranstaltungen im Jahr der Öffentlichkeit.
 
Die Kreismusikschule, die durch Einsparungen und Schulgelderhöhungen ihren eigenen Konsolidierungsbeitrag leistet, stellte in Aussicht, trotz der schwierigen Finanz­lage ihren hohen Standard sicherstellen zu wollen. „Das ist ganz im Sinne der Poli­tik“, sagte Sökeland. “Trotz der schwierigen Zeit muss klar sein, dass wir  hinter unserer Musikschule stehen und ihr im Rahmen unserer Möglichkeiten den Rücken freihalten.“


10.06.2010, 12:25 Uhr


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