CDU aktuell

25.11.2007, 19:57 Uhr

Antwort auf Leserbrief von Herrn Kapovits

Mit größtem Erstaunen habe ich den Leserbrief von Herrn Kapovits zur Kenntnis genommen, der ihn als vermeintlich fachkundigen Befürworter der Kofermenteranlage Pahmeyer und profunden Kenner bisheriger, auch interner Erörterungen ausweist. Offenbar weiß Herr Kapovits vieles aber lediglich vom Hörensagen, was nicht immer ganz den Tatsachen entspricht.

Ich erlaube mir deshalb, folgendes richtig zu stellen:

1. Die ursprünglich ausgewählten Beprobungsflächen wurden auf Vorschlag von Herrn Pahmeyer (!) durch die Verwaltung ausgewählt und nicht willkürlich durch die Verwaltung selbst. Das wurde im letzten Planungsausschuss öffentlich bestätigt. Bekanntlich lehnt Herr Pahmeyer die von uns (ohne sein Zutun) benannten Untersuchungsflächen ja auch ab.

2. Ich hege keine Aversionen gegen Herrn Pahmeyer. Ich vertrete im vorliegenden Verfahren die Meinung meiner Fraktion, deren Vorsitzender ich nun einmal bin.

3. Ich habe nie den Verdacht geäußert, dass Behörden schlampig arbeiten. Was soll diese Unterstellung? Aus eigenem Erfahren weiß ich aber, dass mögliche Kontrollen niemals lückenlos und flächendeckend leistbar sind.

4. Die von meiner Fraktion zur Untersuchung vorgeschlagenen Flächen sollen sich auf ebenerdige Äcker und eben nicht auf abschüssige beziehen. Was macht "unsere" Beprobung (als Alternative) sonst für einen Sinn?

5. Angeblich habe ich suggerieren wollen, dass Gutachten von den Betreibern "gekauft" worden seien. Was für ein Blödsinn! Meine Fraktion und ich sind allerdings der Meinung, dass nicht nur ein einziges Gärsubstrat, sondern auch die Wirkung von Gärsubstraten auf Ackerböden im Vergleich zu neutralen Flächen untersucht werden sollte.

Leider geht Herr Kapovits überhaupt nicht auf die Sorgen und Ängste der Anwohner, auf mögliche Gefahren und auf die sich verschärfenden gesetzlichen Auflagen bei Kofermenteranlagen (Vergärung von Exkrementen, Gülle, tierischen Fetten) ein. Gefahren bestehen aber, wenn Nähr- und Schadstoffe aus Gärsubstraten dem Grund- und Oberflächenwasser zusetzen.

Alternative Energien müssen gefahrlos einsetzbar sein. Nur dann sind sie eine wirkliche Alternative. Und genau das gilt es zu prüfen.

Ich stehe einer kritischen Diskussion durchaus aufgeschlossen gegenüber. Aber dann doch bitte auf einem sachlichen Niveau!
Ulrich Buchalla

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Hinweis: Veröffentlichung als Leserbrief im Westfalen-Blatt




aktualisiert von Team Werther, 27.02.2008, 14:29 Uhr